Externe Festplatte formatieren

thumbnail

© sentavio/123RF.com

Wie Sie eine externe Festplatte formatieren

Externe Datenträger genießen eine immer größere Beliebtheit. Kein Wunder, sind sie doch nicht nur sehr kompakt und mobil, sondern auch mit einem großen Speichervolumen ausgestattet. Die Festplatten können es locker mit den internen Modellen aufnehmen.

Funktioniert ein auf dem externen Speichermedium geschriebenes Dateisystem einmal nicht mehr so wie gedacht  und hat die Reparatur der Daten keine Abhilfe geschafft oder Ihre Antivirus Software schlägt Alarm, müssen Sie die externe Festplatte neu formatieren. Das kann auch vor dem Erstgebrauch eines neuen Modells der Fall sein.

Externe Festplatte formatieren – nicht ohne Datensicherung!

Die Datensicherung vor der Formatierung Ihrer externen Festplatte ist besonders wichtig, wenn das Speichermedium nur eine Partition hat, denn die Daten auf der zu formatierenden Partition gehen verloren. Für die Sicherung Ihrer Daten können Sie entweder eine andere Festplatte, einen USB-Stick oder eine DVD verwenden. Alternativ können Sie auch ein sogenanntes Image, also ein Abbild des Datenträgers erstellen.

Das Formatieren der externen Festplatte über Windows

Nach der Datensicherung können Sie die externe Festplatte formatieren. Dies ist entweder über ein externes Programm (z.B. GParted) oder über die Lösung von Windows möglich. Für die letztere Variante gehen Sie auf den “Computer“ bzw. den “Arbeitsplatz“ und wählen das Speichermedium mit einem Rechtsklick aus. Klicken Sie auf “Formatieren“. Anschließend werden Sie nach der Speicherkapazität, der Größe der Zuordnungseinheiten, dem Dateisystem, dem Namen des Volumens und nach der Schnellformatierung gefragt.

Welches Dateisystem wählen?

Die Speicherkapazität lässt sich üblicherweise nicht verändern, d.h. sie entspricht der Ausgangsgröße der Partition. Beim Dateisystem stehen Ihnen hingegen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl (exFAT, FAT32, NTFS). Beim Formatieren von externen Festplatten für Windows wird üblicherweise das Dateisystem NTFS gewählt. Möchten Sie den Datenträger auch an Computern mit anderen Betriebssystemen nutzen, empfiehlt sich jedoch ein anderes System. So kann beispielsweise längst nicht jede Linux Distribution mit dem NTFS-System arbeiten. In diesem Fall benötigen Sie stattdessen FAT32. Dieses hat allerdings den Nachteil, dass die einzelnen Dateien nicht größer als etwa 4,4 GB sein dürfen, da sie sonst nicht gelesen werden können.

Anders sieht das bei dem Dateisystem exFAT aus. Hier ist die einzelne maximale Dateigröße unbeschränkt und das Dateisystem wurde eigens für FLASH-Speicherzellen (Solid State Disks) entwickelt. Somit sollten Sie Ihre SSD für die Verwendung unter mehreren Betriebssystemen mit exFAT formatieren.

Die übrigen Einstellungen

Externe Festplatte

© Kleber Cordeiro Costa/123RF.com

Bei der Größe der Zuordnungseinheiten wählen Sie am besten die “Standardgröße“.

Den Namen des Volumens können Sie frei wählen. Beachten Sie, dass einige Zeichen nicht unterstützt werden. Windows wird Sie aber darauf hinweisen.

An der Option “Schnellformatierung“ müssen Sie nichts ändern, d.h. diese kann eingeschaltet bleiben. Schalten Sie diese Option aus, nimmt die Formatierung der externen Festplatte deutlich mehr Zeit in Anspruch. Der Grund hierfür ist, dass sämtliche Daten unwiderruflich gelöscht werden. Somit kommt die Deaktivierung der Option beispielsweise infrage, wenn Sie das Speichermedium verkaufen wollen. So kann der neue Besitzer nicht einsehen, welche Daten einst auf dem Träger abgelegt wurden.

Ehe die externe Festplatte formatiert wird, gibt es noch die Option “MS-DOS-Startdiskette erstellen“. Diese Option ist i.d.R. ausgegraut. Trifft das nicht zu, dürfen Sie den Haken nicht setzen. Andernfalls kann es beim Formatieren der externen Festplatte zu Problemen kommen, was u.a. darauf zurückzuführen ist, dass Sie kein Diskettenlaufwerk besitzen (wovon man in der heutigen Zeit ausgehen kann).

Das Formatieren der externen Festplatte mit einem Programm

Wenn Sie ein Programm nutzen, um Ihre externe Festplatte zu formatieren, richtet sich die Vorgehensweise nach der entsprechenden Anwendung. GParted (Freeware Gnome Partition Editor) muss beispielsweise erst auf einen USB-Stick oder ein anderes Speichermedium kopiert werden. Booten Sie das Programm anschließend von dem Medium aus. Um GParted beispielsweise von einem USB-Stick aus starten zu können, müssen Sie diesen zunächst mit einem entsprechenden Tool (z.B. Unetbootin) bootfähig machen.

In der grafischen Benutzeroberfläche von GParted können Partitionen erstellt, geteilt, zusammengefügt und verschoben werden. Der große Vorteil dieser Anwendung besteht darin, dass sie universell einsetzbar ist, d.h. sie unterstützt sowohl Windows-Formatierungen als auch Dateisysteme für Mac OS X und Linux.

Das Backup nicht vergessen!

Ein weiteres Programm, das für das Formatieren der externen Festplatte infrage kommt, ist Paragon Backup & Recovery. Dieses vereinfacht nicht nur das Partitionieren, sondern auch das Anlegen von Sicherheitskopien. Ein Backup ist, wie bereits erwähnt, immer ratsam, denn löschen Sie aus Versehen Ihre Daten, sind diese für immer verloren.

Tornadosoft.de