Die weltweite Vernetzung erfordert eine starke IT-Sicherheit

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Die weltweite Vernetzung erfordert eine starke IT-Sicherheit

Die digitale Vernetzung schreitet immer weiter voran. Diese Entwicklung nimmt auch vor Unternehmen nicht halt. Das Internet im Allgemeinen, Industrie 4.0 oder Smart Everything: Viele Prozesse tragen dazu bei, dass die Welt immer mehr aus einem großen Netzwerk an Daten besteht. Doch je stärker man in der digitalen Welt miteinander vernetzt ist, desto mehr Angriffsfläche bietet man. An dieser Stelle kommt die IT-Sicherheit ins Spiel. Cyberkriminelle und Hacker haben es auf die Daten von Unternehmen oder Privatpersonen abgesehen. Deshalb müssen diese Daten beschützt werden, für die ein einfacher Virenschutz nicht ausreicht. IT-Sicherheit beschreibt die Fähigkeiten von Systemen, sich gegen Angriffe von außen zu wehren. Das vorrangige Ziel hierbei ist es, die Vertraulichkeit, die Verfügbarkeit sowie die Integrität von Daten zu schützen. Informationen müssen intern bleiben und Geschäfts- und Verwaltungsprozesse reibungslos funktionieren. Das versucht die IT-Sicherheit zu garantieren.

Die Bedeutung der IT-Sicherheit für Unternehmen und Privatpersonen

Die digitale Vernetzung birgt für Unternehmen enorme Vorteile. So können etwa Arbeits- und Verwaltungsprozesse beschleunigt werden und Kosten können effektiv gesenkt werden. Laut dem Technologieverband Bitkom sind bis zum Jahr 2025 so viele Produktionsanlagen miteinander vernetzt, dass dies zu einer Produktivitätssteigerung von rund 78,5 Milliarden Euro führt. Doch durch die Vernetzung entsteht eine gewisse Angriffsfläche, die von Angreifern bei mangelnder IT-Sicherheit ausgenutzt wird. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz betragen die Schäden pro Jahr für deutsche Unternehmen rund 50 Milliarden Euro. Hier sind also enorme Summen im Spiel, deren Verluste sich kein Unternehmen leisten kann. Kein Wunder also, dass die Unternehmen selbst und auch die Bundesregierung in die IT-Sicherheit investieren, um die Daten und die vielen Verwaltungssoftwares zu schützen.
Aber nicht nur Unternehmen sind bedroht, sondern auch Privatpersonen können von IT-Sicherheit profitieren. Schließlich gibt es mittlerweile auch viele Heimnetzwerke. Nicht nur Computer, Tablets und Smartphones, sondern auch Telefon, Rauchmelder und Babyfon: Alles kann heutzutage mit dem Internet und untereinander verbunden werden. Deshalb ist auch hier die IT-Sicherheit so wichtig, da sich die Geräte an sich meistens kaum zur Wehr setzen können und somit Angreifern schutzlos ausgeliefert sind. So können die Geräte manipuliert oder deren Daten gestohlen werden. Die meisten Angriffe werden dabei nur selten von den Nutzern bemerkt, sie geschehen aber deutlich häufiger, als es die meisten wohl annehmen würden.

Aktuelle Entwicklungen in der IT-Sicherheit

Aktuell ist die sogenannte Ransomware auf dem Vormarsch und ein großes Problem, dem sich die IT-Sicherheit stellen muss. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „ransom“, was Lösegeld bedeutet, und Software zusammen. Hieraus kann man sich bereits herleiten, worum es bei dieser Art von Cyberkriminalität geht. Die Angreifer greifen auf schlecht geschützte Daten zu, verschlüsseln diese und geben sie nur gegen ein Lösegeld frei. Hiervon betroffen sind in erste Linie Unternehmen. Hier muss die IT-Sicherheit dringend eingreifen. Zwischen Januar und November 2016 stieg die Anzahl an Angriffen durch Ransomware um 267 Prozent an. Rund 40 Prozent aller betroffenen Unternehmen sahen sich gezwungen, die Lösegeldforderung zu zahlen. Privatpersonen interessieren die Angreifer in der Regel nicht. Die Lösegeldforderungen bewegen sich hauptsächlich zwischen 1.000 und 10.000 Dollar. Das sind Summen, die Privatpersonen oftmals ohnehin nicht stemmen können. Deshalb muss sich die IT-Sicherheit hier auf Unternehmen konzentrieren. Eine ebenfalls stark zunehmende Variante der Malware, die die IT-Sicherheit bedroht, sind Botnetze. Die Fälle dieser Netze aus schadhafter Software nahmen im Vergleich zu 2015 um 550 Prozent zu. Dies alles sind Anzeichen dafür, dass sich die IT-Sicherheit wesentlich breiter aufstellen muss, um dem entgegenzuwirken. Mittlerweile sind in der IT-Sicherheit die Früherkennung und die schnelle Reaktion auf Angriffe besonders wichtig.
Ein weiteres Feld, das in der IT-Sicherheit an Relevanz zunimmt, ist das der Industrieroboter. Diese Roboter werden immer häufiger eingesetzt, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Wer so einen Roboter, der in gewisse Arbeitsprozesse eingebunden ist, fernsteuern kann, kann erheblichen Schaden anrichten. Sie sehen also, die IT-Sicherheit betrifft mittlerweile viele Bereiche in der Wirtschaft. Je größer die Vernetzung ist, desto mehr Angriffsfläche wird geboten.

Die IT-Sicherheit als Berufsfeld

Die IT-Sicherheit stellt natürlich aufgrund der steigenden Anzahl an Angriffen auch ein attraktives Berufsfeld dar. Besonders, da es einen großen Mangel an Arbeitskräften gibt. Hier in Deutschland kommen etwa drei Bewerber auf eine offene Stelle in der IT-Sicherheit. Es lässt sich auch eine stark wachsende Nachfrage nach Hackern beobachten. Hacker besitzen viele Kenntnisse, die für die IT-Sicherheit von Bedeutung sind. Wegen dem hohen Bedarf an Fachkräften für IT-Sicherheit investiert mittlerweile auch die Bundesregierung in die Ausbildungen. Daran erkennt man die Dringlichkeit. Trotz der Gefahren sehen die Unternehmen die Vorteile der Vernetzung in der klaren Oberhand. Erhöhte Produktivität und geringere Kosten sind starke Argumente, für die man die erweiterte Angriffsfläche in Kauf nimmt und weshalb händeringend nach Fachleuten für IT-Sicherheit gesucht wird.

IT-Sicherheit betrifft alle

Die digitale Vernetzung dringt in alle Lebensbereiche ein. Unternehmen profitieren von den Vorteilen, müssen aber auch große Schäden durch die Cyberkriminalität fürchten. Ein großes digitales Netzwerk bedeutet gleichzeitig eine große Angriffsfläche. Die Ransomware ist hier als ein Phänomen zu nennen, das in der letzten Zeit stark zugenommen hat. Aber auch Privatpersonen bleiben von den virtuellen Angriffen nicht verschont, und das betrifft bei weitem nicht nur Nutzer von Windows Betriebssystemen. Die IT-Sicherheit versucht, Sicherheitslücken zu schließen, Gefahren früh zu erkennen, schnell auf diese zu reagieren und vor allem die Systeme generell widerstandsfähiger zu machen. Aus diesen Gründen stellt die IT-Sicherheit auch so ein wichtiges und attraktives Berufsfeld dar.

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