Steuererklärung selber erstellen

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Die Steuererklärung selber erstellen – was man benötigt und was es zu beachten gilt

Wer seine Steuerklärung selber erstellen möchte, muss bestimmte Abgabefristen beachten. Hier wird zwischen der freiwilligen und der „Pflicht-Steuererklärung“ unterschieden. Gibt man die Erklärung freiwillig ab, hat man hierfür theoretisch bis zu vier Jahre Zeit. Die Steuererklärung für 2017 muss also spätestens am 31.12.2021 beim Finanzamt eingehen. Hält man diese Frist nicht ein, wird die Erklärung von der Behörde nicht bearbeitet. In diesem Fall war die Mühe, die Steuererklärung selber zu erstellen also umsonst. Es empfiehlt sich allerdings ohnehin, die Erklärung nicht zu lange aufzuschieben, denn die benötigten Unterlagen lassen sich nach einem Jahr i.d.R. besser wiederfinden, als nach drei Jahren.

Ist man zur Steuererklärung verpflichtet, gelten andere Fristen. In diesem Fall muss die Erklärung dem Finanzamt spätestens am 31. Mai des Folgejahres vorliegen. Die Steuererklärung für 2017 muss demnach bis zum 31.5.2018 eingereicht werden. Ist man ein paar Tage später dran, hat man nichts zu befürchten. Ist abzusehen, dass man deutlich in Verzug geraten wird, sollte man allerdings eine Fristverlängerung beantragen.

Gut zu wissen: Möchte man die Steuererklärung nicht selber machen, sondern stattdessen einen Steuerberater damit beauftragen, wird die Frist unter bestimmten Bedingungen automatisch bis zum 31.12. verlängert.

Steuererklärung selber erstellen – Mantelbogen, Anlage N und Co.

Wer seine Steuererklärung selber erstellt, muss zunächst zwischen der verkürzten und der normalen Erklärung unterscheiden. Erstere kommt vor allem für Studenten und Ferienjobber infrage. In diesem Fall werden lediglich der Mantelbogen und das Formular N benötigt.

Bei höheren Einkünften muss eine normale Erklärung erfolgen und man muss weitere Formulare ausfüllen. Diese finden sich u.a. im Internet. Im Folgenden eine kurze Erläuterung der verschiedenen Vordrucke:

  • Mantelbogen: die Basis einer jeden Steuererklärung. Dient der Zuordnung der Erklärung zur richtigen Person.
  • Anlage N: für nicht selbstständige Arbeit bzw. für Arbeitnehmer (Lohn, Arbeitnehmersparzulage usw.)
  • Anlage R: für Rentner (Renten und andere Leistungen)
  • Anlage V: für Vermieter (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)
  • Anlage AV: für die Altersvorsorge (Altersvorsorgebeiträge, Riester)
  • Anlage VL: für alle, die sparen (mit vermögenswirksamen Leistungen sparen)
  • Anlage KAP: für alle, die sparen (Einkünfte aus Kapitalvermögen)
  • Anlage Kind: für Eltern (Kinderberücksichtigung)

Tipp: Professionelle Softwarelösungen wie WISO steuer: Sparbuch 2017 und WISO steuer: Start 2017, die man bei TORNADOSOFT erhält, unterstützen den Laien beim selbstständigen Erstellen der Steuererklärung.

Außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben

Neben den obigen Angaben (Anlage N usw.) muss man auch außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben ausweisen. Sonderausgaben sind u.a. die Haftpflichtversicherung, die Kranken- und Pflegeversicherung, die Kirchensteuer und die Kosten für die erste Ausbildung. Unter außergewöhnlichen Belastungen versteht man wiederum Krankheitskosten, Beerdigungskosten sowie Pflegekosten für die Eltern.

Darauf sollte man achten, wenn man seine Steuererklärung selber erstellt

Stift Brille und Taschenrechner auf Steuererklärung

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Damit man Geld vom Staat zurückbekommt, sollte man im Voraus einige Dinge beachten. Man sollte es beispielsweise vermeiden, Beträge in bar zu zahlen. Hierbei erhält man nämlich i.d.R. keinen Beleg. Fordert das Finanzamt einen solchen Nachweis für einen bezahlten Betrag, kann man diesen nicht einreichen, was die Summe, die man zurückbekommt, schmälert.

Des Weiteren sollten Personen, die im Elternhaus oder in einem Gebäude der Verwandtschaft wohnen, in jedem Fall einen rechtlich korrekten Mietvertrag aufsetzen. Nur dann haben die Verwandten die Möglichkeit, die Mieten von der Steuer abzusetzen. Hierfür muss die Miete mindestens 75 Prozent des für die Region typischen Mietdurchschnitts betragen. Als Mieter hat man zwar keine steuerlichen Vorteile, dafür wohnt man bei den Verwandten ja aber i.d.R. auch günstiger als in einem „fremden Haus“.

Die Steuererklärung selber erstellen – mit einer Software noch einfacher

Wer seine Steuererklärung selber erstellen möchte, ist, wie bereits erwähnt, nicht vollkommen auf sich allein gestellt. Eine Software hat den Vorteil, dass nahezu keine Gefahr besteht, irgendwelche Angaben zu vergessen – man wird nach und nach durch die Schritte geleitet. Zudem sortieren entsprechende Lösungen die Belege, sodass alle Nachweise griffbereit sind, wenn sie vom Finanzamt eingefordert werden. Von Vorteil ist auch, dass die Programme sämtliche benötigte Formulare bereitstellen. So erspart man sich die Suche im Internet und stellt sicher, dass man auch keinen Bogen vergisst.

Tipp: Derjenige, der die Steuererklärung selber erstellt, profitiert davon, dass eine Software die Daten digital an das Finanzamt übermittelt.

Steuererklärung selber erstellen – abschließende Bemerkungen

Die Steuererklärung zu machen, ist mit den richtigen Mitteln und ein wenig Geduld also gar nicht so schwer, wie viele denken. Wer sich dieser Herausforderung einmal stellt, wird beim zweiten Mal gleich viel weniger Probleme haben und beim dritten Mal ist es schon eine Selbstverständlichkeit. Und dann wären da ja auch noch die Kosten für den Steuerberater, die man spart, wenn man seine Steuererklärung selber erstellt.

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